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WEGWEISUNGEN FÜR DAS GLAUBENSLEBEN

     Werner Bergmann

Jesus spricht zu ihm:                                         
Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben.
Niemand kommt zum Vater, als nur durch mich.  

(Joh.14:6)

«Der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln.»
Psalm 23,1
Werner Bergmann wurde am 5. Juli 1921 in Auerbach im Erzgebirge geboren und wuchs in einem gläubigen, gesegneten Elternhaus auf. Die täglichen Familienandachten und Ge­bete sowie die regelmäßige Teilnah­me an den Zusammenkünften einer Gemeinde prägten seine Kindheit. Mit 12 Jahren übereignete er nach einer Evangelisation bewußt sein Leben dem Herrn Jesus.
Werner Bergmann war voller Ener­gie und von einem unbändigen Freiheitsdrang.
Auserwählte Gottes - Heilige - Geliebte (Teil l) Drucken E-Mail
"Ziehet nun an, als Auserwählte Gottes, als Heilige und Geliebte: herzliches Erbarmen, Güte, Demut, Milde, Langmut, ..."
Kol. 3,12

Wir wollen heute ein neutestament-liches Thema zum Gegenstand der Betrachtung wählen und schlagen Kol. 3,12 auf. Wir wollen heute nicht das ganze Wort auslegen und hören. Was wir heute betrachten möchten, sind drei Dinge. Jene drei Ausdrücke, die uns hier im Vers 12 genannt sind.
Pauli Brief ist an die Kolosser gerichtet. Und vieles hatte der Apostel ihnen, den Kolossern, mitzuteilen, ähnlich wie auch uns heute. Wohl bald jeder einzelne Satz ist in diesem Kolos-serbrief zugleich auch eine ganz gewisse Perle. Bevor wir nun auf den tieferen Zusammenhang der Stellen eingehen, sollen heute diese drei Begriffe, nämlich
1. Auserwählte Gottes
2. Heilige und
3. Geliebte
in einer besonderen Weise behandelt werden.

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Bruderliebe Drucken E-Mail

Bruderliebe
„Wenn jemand sagt: Ich liebe Gott, und hasst seinen Bruder, so ist er ein Lügner. Denn wer seinen Bruder nicht liebt, den er gesehen hat, wie kann der Gott lieben, den er nicht gesehen hat?"        l.Joh. 4,20
Es ist überhaupt nicht leicht, über ein solches Thema zu sprechen, weil es uns selbst hart trifft. Es ist aber noch schwerer, den Willen Gottes zu tun, wie die Heilige Schrift es sagt. Wir werden das heute in Verbindung mit dem Textwort gleich erfassen. Die Differenz zwischen dem Willen Gottes einerseits und unserem Wandel andererseits ist Lüge. Das ist ein hartes Wort. Wir könnten sagen: Wer kann es hören? Aber wir müssen hier bei der Wahrheit bleiben, weil die Bibel es so meint und sagt. Denn wenn wir, die wir in der Jesusnachfolge gefunden werden, nicht in der Liebe Jesu wandeln, und zwar nicht, wie wir denken, sondern so, wie der Herr Jesus auf dieser Erde gewan-
delt ist, dann werden wir eben vom Feind betrogen, und das ist Lüge. Niemand kann unter den Jüngern Jesu sagen: „Ich kann nicht noch mehr lieben". Denn Gott hat ja nach Rom. 5,5 Seine Liebe in unsere Herzen ausgegossen. Niemand der Erretteten kann also sagen, er habe bei der Wiedergeburt vom Herrn Jesus zuwenig von dieser Liebe erhalten. Das Wort „ausgegossen" in der Beziehung zur Liebe Christi stellt jedes Missverständnis hier klar. Es kommt manchmal vor, das passiert jedem unaufmerksamen Ehegatten, dass meine Frau zu mir sagt: „Ja, dort drüben quietscht wieder die Tür beim Öffnen." Na ja, darin nehme ich so eine kleine Öltube und gebe ein bis zwei Tropfen an den Zapfen des Türbandes, dann ist die Sache beendet. Aber ich nehme nicht einen Eimer voll Öl und giesse ihn über diesen Zapfen. Das habe ich noch nie gemacht. So aber hat es der Herr in der Beziehung Seiner Liebe mit unseren Herzen getan: Ausgegossen! Von dieser Liebe Jesu hast du nicht 1-1,5

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Auslegungen des Wortes Gottes - Heft3 Drucken E-Mail

Jes. 62, 6—7: „Auf deine Mauern, Jerusalem, habe ich Wächter bestellt; den ganzen Tag und die ganze Nacht werden sie keinen Augenblick schweigen. Ihr, die ihr Jehova erinnert, gönnet euch keine Ruhe und laßt ihm keine Ruhe, bis er Jerusalem befestigt und bis er es zum Ruhme macht auf Erden!"
Der Prophet Jesaja war von Gott beauftragt, die Textworte an das Volk Israel zu reden. Darum will der Prophet nach Vers 1 nicht schweigen über Jerusalem, bis die Gerechtigkeit in der Stadt Gottes wie Lichtglanz hervorbricht. Dann stellt er bis zum Vers 5 das innige Verhältnis Gottes mit Israel heraus, daß Tage kommen werden, wo der Herr sich an seinem irdischen Volke der Verheißung freuen wird. In der Zeit dieses Propheten fand sich ein geistlicher Tiefstand in Israel, wie er in der Gemeindezeit nur mit unseren heutigen Tagen verglichen werden kann. Wegen des Abfalles seines Volkes hat Gott Maßnahmen angekündigt, auf die Mauern Jerusalems Wächter zu stellen.

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Auslegungen des Wortes Gottes - Heft4 Drucken E-Mail

Wer ist der männliche Sohn?

Nach Offenbarung 12, 5

Sooft wir zur Verkündigung, landauf — landab, unterwegs sind, wird uns immer wieder die Frage gestellt, wer wohl das Weib von Offenbarung 12, 1—2 und der in diesem Zusammenhang stehende männliche Sohn von Vers 5 sei. Die eigentliche Unklarheit in dieser Frage ist dadurch entstanden, daß Leute sich als von Gott berufen fühlten zu sagen, der hier erwähnte Sohn sei die Gemeinde. Diese Leute mögen zwar Kinder Gottes sein, den Heiligen Geist besitzen und die Bestätigung der Fruchtbarkeit in Jesus haben. Was jene aber nicht empfingen ist der Auftrag von Gott, in Lehrfragen zu reden und andere zu unterweisen. Fast immer leiten diese Gläubigen ihr Recht der Äußerung davon ab, daß man irgendwann einen namhaften Bruder solches hat reden hören. Und weil man nicht in der Lage ist, das Wort Gottes dahingehend zu prüfen, leitet man eben von dem Gehörten (nicht von der Schrift) die Schlußfolgerung ab.

Zunächst müssen wir, um einen biblischen Beweis anzutreten, auch uns selbst auf biblischem Boden bewegen (nicht aber auf dem Boden christlicher Schwätzereien). Darum fühlen wir uns veranlaßt, zwar in Kurzform, einen chronologischen Uberblick über die Geschehnisse der Offenbarung Jesu durch Johannes zu geben.

Den Schlüssel finden wir in Offenbarung 1, 19! Nach dem Urtext: „Schreibe nun, was du gesehen hast, und was ist, und was nach diesem geschehen wird."

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Die sieben Bösen (Heft 12) Drucken E-Mail

WERNER BERGMANN, HEFT 12

Dieses Heft „DIE SIEBEN BÖSEN" stellt eine Zusammenfassung von sieben bösen Eigenschaften dar. Ihnen begegnen wir im Umgang und in der Gemeinschaft mit Kindern Gottes. In jahrzehntelanger Seelenpflege an den Gläubigen konnten diese bösen Dinge oftmals beobachtet werden. In Einzelfällen waren auch gleich mehrere dieser Eigenschaften in einer Person vorhanden. Es ist keineswegs so, daß die Erretteten diese üblen Lasten nicht loswerden wollten, doch eine oberflächliche Einschätzung dieser Sünden hindert sie, hier den nötigen Kampf aufzunehmen. Mit Sicherheit hätte dieses Thema um viele Punkte erweitert werden können. Doch hat der Herr dem Schreiber dieses Heftes zunächst „DIE SIEBEN BÖSEN" aufs Herz gelegt. Die Auslegung selbst soll dem Gläubigen helfen, die Schwere einer solchen Sündengebundenheit vor Gott zu erkennen. Sie soll aber auch ein Anstoß zur Aktivität sein und die notwendige Reinigung bewirken. Besehen wir allein die Bibelstellen in Kol.3,5.8 erhebt sich die Frage, warum es trotz jahrzehntelangem Hören von Verkündigungen und täglichem Lesen des Wortes Gottes zu keinem gottgewollten Sieg kommt. In Kol.3,5 lesen wir: „Tötet nun eure Glieder" und in Vers 8 heißt es: „Jetzt aber leget auch ihr das alles ab." Töten und ablegen lautet die Aufforderung in beiden Bibelstellen von Kolosser Kapitel drei. Warum wird nicht abgelegt, warum wird nicht getötet? Die meisten Gläubigen „überwintern" diese Sünden ihr ganzes Leben hindurch, Gott zur Unehre. Wir sind doch von der Schrift her aufgefordert: „Seid aber Täter des Wortes und nicht allein Hörer" (Jak.1,22). Solange wir nicht Täter nach unserem Thema werden, verbleibt die Sünde vor Gott. Wer sich also nicht von diesen sieben Sünden reinigt, wiewohl er die Schrift gelesen und Auslegungen darüber gehört hat, ist nach Jak. 1,25 ein vergeßlicher Hörer. Alles was nur unseren Verstand und nicht unser Herz erreicht, wird wieder vergessen. Und wer die Reinigung dieser Sünden „vergißt", wird einmal ungereinigt vor dem Richterstuhl des Christus erscheinen müssen. Dort wird offenbar

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